Dienstag, 4. Oktober 2016

Brief an den heiligen Vater



Sehr geehrter Herr Papst Franziskus, sehr geehrter Herr Jorge Mario Bergoglio,

Ich schreibe Ihnen als ehemaliger Katholik und als jemand, der sich für eine Weiterentwicklung unserer Kultur einsetzt.

Als ich das erste Mal das Alte Testament las, war ich von den Inhalten entsetzt. Es wird darin ein Gesellschafts- und Gottesbild gezeichnet, das sich deutlich von dem des Neuen Testaments unterscheidet und auch deutlich von einer Gesellschaft, in der ich leben möchte.

Ich denke, dass Bannkriege, Blutrache, Todesstrafe, Körperstrafen, Mord, Folter, Körperverletzung, Vergewaltigung, Nötigung, Ausbeutung, Unterdrückung, Enteignung, Entrechtung usw. nicht zum modernen Kulturgut gehören sollten.

Was halten Sie davon, das Alte Testament zum Geschichtsbuch zu erklären? Ab diesem Augenblick könnte sich niemand mehr auf den Glauben berufen, wenn er Kriege führt usw.

Die Macht dazu haben Sie, und es ist nicht das erste Mal, dass die Bibel verändert wurde.

Freundliche Grüße aus Wien

Walter Siebert

Sonntag, 25. September 2016

Islam, Islamisierung und Moslems

Mir fällt auf, dass diese Begriffe in Diskussionen meistens unsauber eingesetzt bzw. vertauscht werden.
Hier ist ein Vorschlag für eine Differenzierung:

Islam ist eine Religion. Aber nicht nur.

"Die wichtigste textliche Grundlage des Islams ist der Koran, der als die dem Propheten Mohammed offenbarte Rede Gottes gilt. Die zweite Grundlage bilden die Berichte (Hadithe) über die Verhaltensweise (Sunna) Mohammeds, der als der „Gesandte Gottes“ Vorbildcharakter für alle Muslime hat. Die sich aus diesen Texten ergebenden Normen werden in ihrer Gesamtheit als Scharia bezeichnet." (Wikipedia)
Islam muss daher auch als Rechtsform, als politisches Konstrukt bezeichnet werden. Es gibt Regeln, die tief ins tägliche Zusammenleben eingreifen.
Im Koran ist z.B. geregelt, dass die Zeugenaussage eines Mannes doppelt so viel zählt wie die einer Frau. Es ist auch dort geregelt, dass ein Mann 4 Frauen haben darf. Auch ist dort geregelt, dass der Mann die Frau bei Ungehorsam schlagen darf (eigentlich sogar soll).

Islamisierung bedeutet die Veränderung einer nicht-islamischen Gesellschaft in eine islamische.
Man könnte es als das islamische Gegenstück zur Christianisierung bezeichnen.
Ziel der Islamisierung ist die Einführung der Scharia.

"Der Begriff Scharia bezeichnet das islamische Recht; es enthält die Gesamtheit der Gesetze, die in einer islamischen Gesellschaft zu beachten und zu erfüllen sind. „Die Scharia basiert auf dem Koran und auf der sich ab der Mitte des 7. Jahrhunderts herausbildenden Überlieferung vom normsetzenden Reden und Handeln Mohammeds." (Wikipedia)

Der Koran befiehlt z.B. dem Dieb die Hand abzuschlagen, Ungläubige zu töten,  den Mörder, sofern die Familie des Ermordeten das wünscht, zu töten.
Die Steinigung ist wiederum in den Hadithen begründet, wo Mohammed ausdrücklich die Steinigung einer Frau, die Ehebruch begangen hat, befohlen hat. Der Koran wiederum erhebt Mohammed zur religiösen unumstrittenen Autorität.
Danach richtet sich auch die Rechtssprechung.

Moslems sind Leute, die sich zum Islam bekennen.

Warum ist eine genaue Trennung und ein bewusster Einsatz dieser Worte wichtig?

1. der Islam ist eine genau festgeschriebene Religion. Der Koran darf z.B. nicht verändert werden (darauf steht die Todesstrafe).
Diese Religion beinhaltet auch untrennbar ein Rechtssystem sowie ein politisches System. Die juristischen Regeln sind in den religiösen, unveränderbaren Werken festgeschrieben.
Deswegen kann es keinen"gemäßigten Islam" geben. Man kann den Koran und die Hadithen nicht so verändern, dass Dieben nicht die Hand abgehackt, Ungläubige nicht getötet werden usw. Man kann das bestenfalls versuchen umzuinterpretieren, was anbetracht der expliziten Wörtlichkeit eigentlich nicht möglich ist.

Es ist schwierig, Sätze aus dem Koran wie "tötet die Ungläubigen, wo immer Ihr sie findet" so umzuinterpretieren, dass herauskommt: "Ungläubige dürfen gegenüber Moslems nicht benachteiligt werden."

2. Inwieweit sich Moslems an den Koran halten ist individuell. So kann es z.B. "gemäßigte" Moslems geben, die sich nicht an den Koran halten und z.B. Gleichberechtigung der Frau leben.

Es gibt Moslems, die sich an die heimischen Gesetze halten (und somit gegen die Gesetze des Islam verstoßen).

Es kann aber nicht gleichzeitig die Scharia und die Verfassung bzw. das Strafgesetzbuch gelten. Eine Veränderung der Gesetze in Richtung islamische Gesetze ist das Merkmal und das Ziel der Islamisierung.

Jemand kann gegen Islamisierung sein aber z.B. nichts gegen Moslems haben, die sich an die nationalen Gesetze und an die Verfassung halten.

In jedem Fall verstoßen zahlreiche Bestimmungen des Koran der österreichischen Verfassung.

Sonntag, 1. November 2015

Wie gehen wir mit der aktuellen Situation mit Flüchtlingen um? Lösungsvorschlag

Sehr geehrte Bundesregierung!

Zur Zeit erlebe ich eine enorme Spaltung in der Bevölkerung, die sich immer mehr in Richtung Eskalation bewegt.
Auslöser ist der Zustrom an Asylwerbern und die Unzufriedenheit damit, wie das bewältigt wird.
Ich hoffe, es ist Ihnen nicht entgangen, dass wahrscheinlich 1. weitere kommen werden, und zwar sehr viele und 2. der Winter kommen wird. Das Problem wird daher eskalieren, wenn wir es nicht lösen. Und wenn wir einen Zaun bauen, sind die deswegen auch nicht weg, sie erfrieren woanders.
Sollte der politische Wille für eine Lösung vorhanden sein, biete ich folgendes Konzept an:

1. Organisation der Menschenmenge

Wenn sich viele Personen auf engem Raum bewegen bedarf es gewisser Steuerungskonzepte. Die kennt man von großen Sportveranstaltungen, Festivals usw. Das Wissen, wie man -zigtausende Menschen in kurzer Zeit ohne großen Stau registriert und organisiert ist vorhanden und braucht nur abgerufen und organisiert werden.

Lösung: Spezialisten erarbeiten ein Konzept, wie die anströmenden Massen staufrei in kleine Einheiten geleitet werden und dort erfasst werden, bevor sie fix untergebracht werden. Dazu muss es ein Anforderungsprofil an Anzahl und Kompetenz der Betreuer geben.

2.Erfassung

Bei Sportveranstaltungen oder Festivals gibt es die Methode, registrierte Personen mit einem Armband zu kennzeichnen. Im vorliegenden Fall (dies kann auch mehrstufiges Verfahren sein) werden Personen
a) identifiziert, b) registriert, c) informiert  und d) deren Kompetenzen erfasst.


Lösung: Spezialisten erarbeiten ein Konzept, wie diese  4 Aufgaben bewältigt werden können und welche Anforderungen an Personal usw. bestehen. 


 2. a) Identifizierung
Es werden zumindest Name, Geschlechtht, Alter usw. erfasst sowie die Sprache und das Land identifiziert, woher die Person kommt. 

2. b) Die Registrierung erfolgt mit Foto in einem zentralen Melderegister.

2. c) Information: In der jeweiligen Landessprache über:
  • Grundgesetz
  • Kulturelle Informationen (Dos and Donts)
  • Information, dass die Ausweisung erfolgt, wenn wiederholt gegen diese Regeln verstoßen wird.
  • Wie der weitere Weg sein kann: Information, dass es erwünscht ist, hier einen Beitrag zu leisten. Dass es unabdingbar ist, die Landessprache zu lernen..
Lösung: Broschüren drucken, lehrende Personen in der Landessprache (werden aus Flüchtlingskreisen rekrutiert und ausgebildet), die Vorträge halten ...

2. d) Kompetenzen erfassen

Es wird erfragt, was die Person kann:
Ausbildung (Arzt, Tischler, Koch ...)
Kompetenzen (Häuser bauen, Pflegedienste,...)
Interessen (z.B. kochen).

3. Einteilung der Personen nach Kompetenzen

Vor allem für traumatisierte Personen ist es sehr heilsam, etwas zu tun. Langeweile, Untätigkeit  auf engem Raum führt zu weiteren Problemen.
Gleichzeitig ist viel zu tun: Putzen, Müll wegräumen, Kochen, Logistik, verstopfte Klos reparieren, Zelte aufbauen, Häuser bauen oder renovieren  (Maurer, Tischler, Installateur usw.).

Lösung: Die Personen, die zur  Zeit Hilfsdienste machen, instruieren und betreuen dann Flüchtlinge, die diese Hilfsdienste selbst machen. Für höherqualifizierte Tätigkeiten werden in Flüchtlingsfragen gebildete Spezialisten herangezogen.

4. Kultureller Unterricht

Anfänglich mehrmals pro Woche, später nur mehr 1 x pro Woche wird Kulturunterricht über Eigenheiten bei uns erteilt. Beispiele: Toleranz in gleicheschlechtlichen Partnerschaften, Gleichbehandlung der Frau, Toleranz gegenüber anderen Religionen, Rechtsstaatlichkeit usw.

Lösung: ich selbst kenne viele Lehrer, Trainer usw., die sofort bereit wären, sich ausbilden zu lassen, das zu tun. 



Sehr geehrte Politiker,
die Lösungskompetenz ist vorhanden. Sie haben mit vielen Milliarden Banken gerettet. Nehmen Sie jetzt eine Milliarde in die Hand und lassen Sie uns gemeinsam das Problem lösen.



Freitag, 9. Januar 2015

An die Österreichische Bundesregierung!



Sehr geehrte Damen und Herren,

im Gesetz vom 20. Mai 1874, betreffend die gesetzliche Anerkennung von Religionsgesellschaften, steht unter §. 1 als Voraussetzung, 

…daß ihre Religionslehre … nichts Gesetzwidriges oder sittlich Anstößiges enthält.
(RIS, 10.1.15, RGBl. Nr. 68/1874)

Ich habe den Verdacht, dass einige anerkannte Religionsgemeinschaften dieses Gesetz nicht erfüllen.

Insbesondere verweise ich auf Abschnitte, die anscheinend Gewalt positiv darstellen oder gar dazu aufrufen.


Als Beispiele seien hier genannt:

  • Alle Religionen, die die Bibel bzw. Thora als Basis ihrer Religionslehre haben:
      Beispiel Altes Testament: In Mose 9:6 dürfte zur Todesstrafe aufgerufen werden: „Wer Menschenblut vergießt, des Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht.“
      Beispiel Neues Testament: (Lk 19, 27): „Doch meine Feinde, die nicht wollten, dass ich ihr König werde, bringt sie her, und tötet sie vor meinen Augen.“


  • Alle Religionen, die den Koran als Basis ihrer Religion haben:
Beispiel Koran: Im fünften Vers der 9. Sure (Surat at-Tauba) heißt es:
„Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf!“


Dies sind nur Beispiele.

 Ich ersuche Sie, die Lehren der derzeit anerkannten Religionen auf ihre Gesetzeskonformität  zu überprüfen und  die Anerkennung gegebenenfalls zu entziehen, bis die entsprechenden Abschnitte aus den Religionslehren entfernt wurden.


Mit freundlichen Grüßen

Walter Siebert

Krieg oder Frieden?

  Viel wird zur Zeit diskutiert über Krieg oder Frieden in der Ukraine.  Ich persönlich war immer für Frieden, habe aber lernen müssen, dass...